Willkommen im Forschungslabor

Himmelsflüge – Orgastisches Erleben

Forschungslabor Himmelsflüge – Orgastisches Erleben


Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Workshops 2021 
seit Juni dürfen wir uns wieder treffen. Neue Termine stehen auf dem Programm, worüber ich mich sehr freue! 

Allerdings bestehen weiterhin Auflagen. Wir müssen die Hygienemaßnahmen einhalten. Damit wir alle ein entspanntes und sicheres Gefühl haben und keine Ängste, uns während des gemeinsamen Treffens anzustecken. Mehr dazu bei Anmeldung! 

Aktuell findet der Workshop Himmelsflüge – Orgastisches Erleben am Samstag-Sonntag 04./05. Dezember 2021 (für Fortgeschrittene und erfahrene Anfänger*innen) statt. Der Kurs knüpft an den Grundkurs an, vertieft und bietet neue Varianten. Ort: Institut für Seelenheilung, Wilmersdorfer Str. 102 (Berlin – Charlottenburg).
 
Herzliche Grüße aus Berlin von 
Stefanie
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Hast Du Dich auch schon gefragt, was andere mit dem Orgasmus verbinden und wie sie ihn wahrnehmen und erleben? Ich möchte darüber in den Austausch kommen und zwar jenseits eines Klischee-Verständnisses von Orgasmus. Schon seit einigen Jahren kreist mein Interesse um die Vielfalt des orgastischen Erlebens und hat nach wie vor wenig an Faszination verloren, da es für mich eine tiefe mystische Erfahrung ist, in der Gegenwart präsent zu sein ohne Leistungsdruck. 

Ich biete 

  • einen achtsamen Raum, um in das eigene orgastische Erleben (körperlich, seelisch, emotional) und die Sexualität hineinzuspüren
  • Orgasmus-Lehren (implosiv/explosiv, 4 Elemente-Lehre, Orgasmisch-sein, Ladung und Entladung) kennenlernen und eigene Muster entdecken
  • Meditationen als Basis der Selbstwahrnehmung
  • Einzel- und Paar-Übungen, u.a. Orgasmic Meditation
  • Genitalbestimmung nach Quodoushka
  • Paarzuweisung durch Vorgespräche

Der Orgasmus kann sowohl genital, als lustvolles Prickeln und wärmendes, explosions- oder imposionsartiges Unterleibsgefühl empfunden, als auch am ganzen Körper erlebt werden, manifestiert etwa im Klang der Stimme, in einem innigen Seinsgefühl oder etwa in einer ekstatischen Körperfigur. Es sind letztendlich unendliche Formen möglich.  

Der Orgasmus wird von mir nicht als rein „natürlicher“ Vorgang verstanden, sondern auch und vor allem als ein kulturelles Ereignis, nicht die Fortpflanzung steht im Zentrum, sondern eine Kulturtechnik, die Vorläufer etwa in der mittelalterlichen Frauenmystik hat, Theresa von Avilas geistige Vereinigung mit Gott, ihre Ekstase in der unio mystica, ist ein anschauliches Beispiel hierfür oder auch die angestrebte Herz-zu-Herz Beziehung der Frühchristinnen, die sich durch die geistige Liebe und Freundschaft zu gleichgesinnten Männern und Frauen einer neuen Form zwischengeschlechtlicher Intimität annäherten.

Was ist Orgastisches Erleben? - Lese mehr

Historischer Hintergrund:
Auf der Grundlage der Untersuchungen von Wilhelm Reich (Die Funktion des Orgasmus, 1927) und den Laborexperimenten mit Paaren der Amerikaner Masters und Johnson 1966 wird davon ausgegangen, dass der Orgasmus von allen Menschen ähnlich erlebt wird. Ausgangspunkt ist die Kontraktion des Muskel- und Schwellkörpernetzwerks im Beckenboden zwischen Klitoris/Penis, Vagina u. Gebärmutter/Prostata, Anus eines jeden Menschen, die bei der Frau auch als orgastische Manschette bezeichnet wird. Nach der Kontraktion/Anspannung erfolgt die Entladung/Sich-Lösen im menschlichen Körper, das als Glücks- und Lustgefühl empfunden wird. Denn durch das Anschwellen und Sich-Zusammenziehen dieser Regionen kommt es zur (elektrischen) Entladung und damit zum lustvollen Höhepunkt.

Gegenwart:
In der heutigen Zeit wird allmählich davon Abstand genommen, das orgastische Erleben in erster Linie, wie historisch vorgezeichnet, auf das Erreichen des  Höhepunkts, der Entladung hin zu beurteilen. Vor allem Diana Richardson (Zeit für Weiblichkeit. Der tantrische Orgasmus der Frau, 2017) hat dazu beigetragen, sowohl dem Gipfel als auch dem Tal während des orgastischen Erlebens Wertschätzung beizumessen. Sie geht von einem Orgasmisch-sein aus, bei dem sich in einem orgastisch aufgeladenen inneren Raum mehrere orgasmische Erlebnisse wie Wellen ereignen, und es nicht auf das verbissene Erreichen des einen Höhepunktes ankommt.

Hieran lässt sich die Lehre von Quodoushka (etwa Amara Charles 2011) anknüpfen. Orgastische Erfahrungen werden hier etwa danach beschrieben, wie sie erlebt werden: explosiv oder implosiv. Oder sie werden den vier Elementen (Wind, Feuer, Wasser, Erde) sowie Körper- und Geisteszuständen zugeordnet. 

Somit ergibt sich heute ein sehr viel breites Feld der Untersuchung. Orgastisches Erleben kommt nicht nur durch mechanische Reibung der genitalen Körperregionen (auch durch Masturbation) zustande, sondern auch durch erotische Berührungen etwa der Brust, verstärkte Atmung, feinstofflicher Energieaustausch, erotische Erzählungen und eigene erotische Vorstellungen. Die Kontraktion kann so weit gehen, dass sie die Intimzone des unteren Bauchbereichs verlässt, sich etwa auf den Hals- und Schulterbereich überträgt und sich dann über Mund und Kopf lustvoll entlädt. Oder die Kontraktion findet in den Oberschenkeln statt und entlädt sich als Energiewelle über den gesamten Oberkörper. Diese verschiedenen Wege werden einzeln erlebt oder simultan, wenn sie zusammen spielen.

Stefanie Rinke

Jg. 71, Kulturwissenschaftlerin, Dozentin an der HU Berlin, 2 Kinder. Doktorarbeit zur mittelalterlichen Frauenmystik, zahlreiche Publikationen zu kulturgeschichtlichen Themen.

Über den Workshop

Der von Stefanie geleitete Workshop erforscht die vielfältigen Dimensionen des Orgasmisch-seins, ohne dies von vornherein auf eine ganz bestimmte Form festzulegen. Prinzipiell ist orgastisches Erleben in unendlich vielen Formen möglich, wir gehen von einem Orgasmisch-sein aus – ob als sexuell-genitale Orgasmen, als solche, die den Körper feinstofflich berühren, als solche, die wir nur zu zweit erleben können, da sie interaktiv ablaufen, oder andere, welche unsere tiefsten Gefühle ansprechen, wieder andere, die durch unsere Fantasie stimuliert und evoziert werden, und solche, die durch zärtliche Worte und Bindung ausgelöst werden.
Damit sich alle Teilnehmenden jeweils ganz individuell mit den eigenen orgastischen Formen und Erlebnissen beschäftigen können, habe ich ein Workshop-Programm entwickelt, das langsam hineinführt und eine Bandbreite möglicher Zugänge anbietet, so dass sich jede und jeder angesprochen fühlen kann. 

Der Workshop wendet sich an heterosexuell (oder bisexuell) orientierte Erwachsene und wird deshalb gleich viele Frauen wie Männer enthalten. Teilnehmerzahl insgesamt bis zu 16 Personen. Da wir im Workshop auch Abschnitte haben, in denen wir unbekleidet sind, wenden wir uns bevorzugt an Menschen, die sexorientierte oder tantrische Seminare bereits kennen und vor den dort praktizierten Übungen prinzipiell keine Scheu haben.

Die innere Arbeit beginnt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Workshops, schon bevor er beginnt. Nicht nur mit der Vorfreude oder dem Lampenfieber, das vermutlich alle mehr oder weniger mitbringen, sondern auch durch die Möglichkeit einen schriftlichen Bericht zu verfassen, wie du körperliche Sexualität erlebst – orgastisch oder nicht, mit Partner oder ohne etc. Die Texte im Umfang von ca. 1-2 Seiten (bitte nicht länger, aber auch nicht kürzer) helfen euch einerseits, euch und der euer Liebesleben steuernden Narrative bewusst zu werden. Andererseits ermöglichen sie dir, während des Workshops über deinen Text mit anderen in Kontakt zu kommen. Bringe ihn, aber nur wenn du das möchtest, zum Workshop mit. Du kannst den Text gerne an mich schicken.

Im Workshop selbst werden wir uns in Frauenrunden, in Männerrunden und in gemischten Gruppen darüber austauschen, und uns dabei bewusst machen, wie individuell orgastisches Erleben ist und wie es nach innen auf unsere Gefühle und Körperempfindungen wirkt. Wir werden einander berühren – geistig, emotional und körperlich. Einiges davon wird in dualen Partnerübungen geschehen, anderes im Plenum, wo jeder jedem begegnet. Es wird Vertrauen bildende Übungen geben, uns und unserem Körper gegenüber. Die Übungen werden zeigen, wie verschieden wir sind in unserem sexuellen und emotionalen Erleben und in unserer Erregbarkeit. Es wird Unterricht geben ebenso wie Selbsterfahrung. Niemand muss in dem Workshop einen Orgasmus haben, es geht eher darum, Anregungen mitzunehmen.

Das orgastische Erleben der Frauen wird in dem Workshop mehr im Fokus stehen als das der Männer; nicht etwa, weil Frauen wichtiger wären als Männer, sondern weil sie oft mehr Zeit brauchen, um Vertrauen aufzubauen und sich auf den »point of no return« zuzubewegen. Vor allem aber, weil sie grundsätzlich zu umfassenderen längeren und wiederholten Orgasmen fähig sind und die Männer dabei mitreißen können.

Der Workshop wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Gelegenheit geben, in ein Gespräch mit dem Körper und seinen Wünschen und Bedürfnissen einzutreten – lustvoller und individuell passender als bisher. Dabei darf die Narration ‘des Kopfes’ geopfert und das Geschehen dem Körper überlassen werden. Der hat seine eigenen Narrative. Die darf er nun eigenmächtig ‘dir erzählen’ – du darfst deinen Körperimpulsen folgen, und wer immer mit dir bei dem Geschehen dabei ist, darf empathisch mitgehen.

Anmeldung zum Workshop

bei der Workshop-Leiterin

Stefanie rinkestef@gmail.com 

Termine & Preise

Termine

Für Fortgeschrittene und erfahrene Anfänger*innen

Samstag/Sonntag, 04./05. Dezember 2021

Sa 10.00 – 19.30 Uhr und
So 9.30 –  17.00 Uhr

Ort: Institut für Seelenheilung, Wilmersdorfer Str. 102

Wer an einem Orgasmus-Workshop teilnehmen will, sollte  für ein Vorgespräch mit Stefanie Kontakt aufnehmen. Das kann per Telefon oder per Skype geschehen. Die Corona-bedingten Hygienevereinbarungen werden vor dem Workshop besprochen und sind einzuhalten.
Kontakt: rinkestef@gmail.com

Preise

Zu unserer Kostendeckung bitten wir um einen Teilnahmebeitrag von 160 €. Frühbucher zahlen 135 € (bis zum 1. November). Die Anmeldung ist erst verbindlich mit Einzahlung der Summe auf mein Konto.

 

Testimonials

Workshop Feedback

“Seit ich mich zu dem Workshop angemeldet habe, ist meine Beziehung zu meiner Frau intensiver geworden. Durch die Auseinandersetzung mit ihr, warum ich zu einem Orgasmus-Workshop gehe, ist sie mir vertrauter geworden und ich bin ihr näher und kann liebevoller mit ihr sein.”
Martin L.

“Der sichere und freie Raum, den ihr geöffnet habt. Die Art und Weise wie ihr uns unmerklich ermutigt habt, weiter zu gehen und Dinge auszuprobieren. Die Vielfältigkeit der Methoden und Themen, die ihr angesprochen habt. Der Ansatz, über die Narration eine Verbindung von Körperlichkeit und Sprachlichkeit zu schaffen – das hat mir ganz viel Versöhnung mit meinem Kopf und meinen Gedanken gebracht. Es ist euch wirklich gut gelungen, uns als Paar genügend Raum für Zweisamkeit zu geben und uns trotzdem Teil der Gruppe sein zu lassen. Ich habe mich zu keinem Moment unwohl oder ausgeschlossen gefühlt.”
Emily G.

“Was hat Dir gut am Orgasmus-Workshop gefallen? Die Musik. Die Leitung des Workshops: Gutes Time-Boxing. Klare Ansagen. Gute Ansagen: zum Beispiel, dass beim Austausch zu zweit eine/r NUR zuhört und die andere redet. Oder dass wir immer wussten, was als nächstes passiert. Euer Humor.“ (…) „Ihr seid toll! Ihr habt mich beide sehr berührt. Stefanie mit Deinem Wissen über und Deiner Faszination für das mittelalterlich Spirituell-Sexuelle.”
Christine P.

“Jaaa, der Workshop hat mich reichlich inspiriert & beschenkt. Die Beziehung zu meiner Atmung hat sich sehr verändert. Seit dem Workshop praktiziere ich nun täglich bewussteres, tieferes Atmen, entweder bewegungslos, im Schütteln oder Tanzen. Es entstehen jeden Tag neue Erfahrungen darin. Ich fühle mich durch meinen Atem mehr liebevoll & lustvoll berührt und getragen, darin geniesse ich mich sehr :)”
Johanna B.

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