Warum bereichert Tantra unser Leben? 5 Gründe
Tantra bereichert unser Leben und dafür gibt es fünf zentrale Gründe.
Erstens gibt uns Tantra Sinnlichkeit und Genuss. Tantra ist eine spirituelle Praxis, die den Körper und das körperliche Lustempfinden aktiv einlädt und nicht ausklammert. Grundsätzlich ist Tantra sexpositiv. Es schließt die Lust des Körpers und seiner Lustorgane bewusst ein, um die Intelligenz des Körpers, sein Fühlen, sein Gedächtnis, seine Sinneswahrnehmung zu nutzen. Der Genuss zeigt uns den richtigen ganzheitlich Weg im Leben.
Zweitens kann Tantra die Sexualität erweitern und sie verfeinern helfen. Herkömmliche sexuelle Praktiken sind oft recht einseitig und bringen uns nicht in das ganze Potential unserer Sexualität. Im Tantra sind wir angehalten, viel mehr über Sexualität kennenzulernen und diese auszuprobieren. Manchmal machen wir Sex dem/r Partner/in zuliebe einfach nur mit und nehmen unsere wirklichen Wünsche gar nicht erst wahr. Wir lernen im Tantra unsere Wünsche klarer zu äußern und auch mal ins kalte Wasser einer unbekannten Praxis zu springen und uns auf etwas Neues einzulassen.
Drittens bietet Tantra Lebenshilfe bei Konflikten in der Partnerschaft. Denn im Tantra lernen wir zu kommunizieren. Zum Beispiel denkt eine Frau schon seit Jahren: „Wie sage ich es ihm bloß, dass er mich anders berühren soll, dass ich viel mehr Zärtlichkeit brauche und mehr Zeit beim sexuellen Vorspiel haben will?“ Solche und ähnliche unausgesprochene Problemlagen gibt es in Beziehungen häufig, und es wird darüber zu wenig geredet. Denn die bei allen Menschen verbreitete gesellschaftlich bedingte Scham hat uns viel zu oft fest im Griff. Viele haben sich einfach noch nie getraut, offen und ehrlich ihre Bedürfnisse in ihren Partnerschaften an- und auszusprechen. Viele Menschen kennen sich selbst noch gar nicht richtig. Dies darf sich bei Tantra-Übungen sanft und achtsam ändern. Hierbei ist der Aspekt der absichtslosen Berührung ganz wichtig. Absichtslos heißt ohne ein eigenes Ziel zu verfolgen. Ich bin für den anderen da, weil mir diese Person am Herzen liegt. Wir lernen beim Tantra, dass der andere schon genug ist, so wie er ist. Er braucht nichts zu beweisen, sondern wird angenommen und geliebt, so wie er ist. Dafür steht das Motto: „Come as you are“. Das Motto meines Tantra Instituts „Come as you are“ heißt aber auch, dass deine Ekstase, also die Art wie du absolute Gegenwart, die Leere oder auch das Außer-Dir-Sein erlebst, so sein darfst, wie du bist.
Das führt uns viertens zum Punkt, dass Tantra ein spiritueller Pfad ist. Dieser Pfad kann dich mit Lust und einem Höhenflug oder aber auch mal mit Leid oder Schmerz konfrontieren. Nimm dies an, denn es ist der Weg zu dir und eine Chance. Das, was du fühlst, wird beim Tantra nicht weggedrückt, sondern es wird hingeschaut. Ist es eine alte Wunde, eine Verletzung, ein nicht mehr aktuelles Verhaltensmuster, ein unerfüllter Wunsch etc.? Schau hin und finde die Ursache. Akzeptanz lautet dann der tantrische Rat. Es führt dich ein Stück weiter auf deinem Lebensweg, vertieft deine eigene Beziehung zu dir selbst, zeigt dir, was du brauchst und nicht brauchst.
Fünftens ist unser zentrales Ziel im Tantra, Erleuchtung zu finden. Dafür brauchst du nicht Buddha zu werden. Denn es ist gar nicht so abgehoben, wie es klingt. Durch das Üben der tantrischen Praktiken kannst du dem Moment des Hier und Jetzt immer ein Stück stärker begegnen und integrieren. Und es wird dir mehr und mehr gelingen, den Moment der Gegenwart länger zu halten und zu akzeptieren, so wie das Jetzt eben gerade ist. Es geht um die Bewusstheit der Gegenwart und dir selbst gegenüber. Du wirst bestenfalls Frieden mit dem finden, was ist, und eine höhere Gelassenheit in dir spüren lernen. Das ist ein unendlicher und auch nie abzuschließender Prozess. Vielmehr ein stetes Tun, ein Daseins-Modus, der sich lohnt.
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