Willkommen im Forschungslabor

Orgasmus

Forschungslabor Orgasmus

Der Orgasmus – lustvoller Höhepunkt, absoluter Sinnesrausch, Glücksgefühl voller Innigkeit und strömender Liebe. Jede und jeden betrifft es, niemand wird sich diesem Thema ganz und gar entziehen wollen, handelt es sich doch um einen Augenblick völliger Präsenz, erfüllter Lust, des ganz bei sich im Hier- und Jetzt-seins, friedvoller Hingabe. Für manche ist es eine Selbstverständlichkeit, für andere etwas, das sie sich hart erkämpft haben, für viele etwas, das sie gerne zelebrieren, für wieder andere ein großes Problem. In jedem Fall aber wird über das „Kommen“ viel zu wenig miteinander geredet, angesichts der großen Bedeutung, die es mal mehr, mal weniger für Frauen und Männer hat.

In unserem Forschungslabor wollen wir lernen, orgastisch zu werden mit und ohne körperlich-genitaler Berührung. Denn der Orgasmus wird sowohl genital, als lustvolles Prickeln und wärmendes, explosionsartiges Unterleibsgefühl empfunden, aber auch am ganzen Körper erlebt, manifestiert etwa im Klang der Stimme, in einem innigen Seinsgefühl, in einer Körperfigur oder einem Zustand der absoluten Erschlaffung. Das ist ganz individuell: Öffne dir selbst die orgastische Welt deines Körpers, indem du deinen orgastischen Impulsen folgst und diese von dir erzählen lässt.

Der Orgasmus wird nicht als rein „natürlicher“ Vorgang verstanden, sondern auch und vor allem als ein kulturelles Ereignis, nicht die Fortpflanzung steht im Zentrum, sondern eine Kulturtechnik, die Vorläufer etwa in der mittelalterlichen Frauenmystik hat, Theresa von Avilas geistige Vereinigung mit Gott, ihre Ekstase in der unio mystica, ist ein anschauliches Beispiel hierfür oder auch die angestrebte Herz-zu-Herz Beziehung der Frühchristinnen, die dadurch die geistige Liebe und Freundschaft zu gleichgesinnten Männern sich einer neuen Form zwischengeschlechtlicher Intimität annäherten. (vgl. das Kapitel Wissen)

Was ist ein Orgasmus?

Unter einem Orgasmus verstehen wir die Anspannung und Entladung, das Sich-binden und wieder Lösen im menschlichen Körper und das damit einhergehende Glücks- und Lustgefühl. Auf der Grundlage der Untersuchungen von Wilhelm Reich (Die Funktion des Orgasmus, 1927) und den Laborexperimenten mit Paaren der Amerikaner Masters und Johnson 1966 gehen wir davon aus, dass der Orgasmus von allen Menschen ähnlich erlebt wird. Ausgangspunkt ist die Kontraktion des Muskel- und Schwellkörpernetzwerks im Beckenboden zwischen Klitoris/Penis, Vagina u. Gebärmutter/Prostata, Anus eines jeden Menschen, die bei der Frau auch als orgastische Manschette bezeichnet wird. Durch das Anschwellen und Sich-Zusammenziehen dieser Region kommt es dort zur (elektrischen) Entladung und damit zum lustvollen Höhepunkt. Um diese Kontraktion und Entladung auszulösen, gibt es viele Wege.

Dazu gehören: Mechanische Reibung der genitalen Körperregionen (auch durch Masturbation), erotische Berührungen, verstärkte Atmung, feinstofflicher Energieaustausch, erotische Erzählungen und eigene erotische Vorstellungen. Die Kontraktion kann so weit gehen, dass sie die Intimzone des unteren Bauchbereichs verlässt, sich etwa auf den Hals- und Schulterbereich überträgt und sich dann über Mund und Kopf lustvoll entlädt. Oder die Kontraktion findet in den Oberschenkeln statt und entlädt sich als Energiewelle über den gesamten Oberkörper (fortgeschrittenes Niveau). Diese verschiedenen Wege spielen nicht immer, aber meistens zusammen. Wir erkunden sie gemeinsam sowohl theoretisch zur Einführung als auch praktisch in unseren Workshops.
Der Orgasmus ist zwar universell, aber jeder drückt ihn anders aus, zeigt ihn in jeweils individueller Form. In diesen Momenten offenbaren wir uns der Welt und sind wahrhaftig, wodurch wir Selbstzufriedenheit und Selbstvertrauen erlangen.

Dr. Stefanie Rinke

Jg. 71, Kulturwissenschaftlerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin (seit 2018) und Dozentin an der HU Berlin, 2 Kinder. Doktorarbeit zur mittelalterlichen Frauenmystik, zahlreiche Publikationen zu kulturgeschichtlichen Themen.

Sugata Wolf Schneider

Coleitung, Jg. 52, nat.wiss. Ausbildung, Asienreisen. 1977-90 Schüler von Osho. 1985-2015 Hrsg. der Zeitschrift Connection mit u.a. den Tantra Specials. 1979-81 Ausbildung in Körperarbeit bei Veeresh. Eigene Seminare seit 1980. Co-Leiter im BeFree Tantra bei Regina Heckert seit 2016. Humortrainer und Autor. Kontakt: schneider@connection.de

Über den Orgasmus Workshop

Der von Stefanie und Sugata geleitete Orgasmus-Workshop erforscht vor allem die Bedeutung des inneren Dialogs, der Narrative, die unser Leben gestaltet, in Bezug auf Sexualität und Orgasmus. Für den rein sexuellen, äußeren Bereich zeigen wir auch einiges, aber das kann man auch in anderen sexorientierten Seminaren lernen. Bei uns steht die Macht der Narrative im Mittelpunkt. Und das heißt, es geht um die Geschichten die wir uns erzählen, was wir uns wünschen, und andersherum hat auch unser Körper Geschichten über uns gespeichert, die während des Orgasmus aus uns herauskommen und von einer ganz persönlichen Seite unseres Selbst erzählen.

Der Workshop wendet sich an heterosexuell (oder bisexuell) orientierte Erwachsene und wird deshalb gleich viele Frauen wie Männer enthalten. Da wir im Workshop auch Abschnitte haben, in denen wir unbekleidet sind und zur Stimulation einladen, wenden wir uns bevorzugt an Menschen, die sexorientierte oder tantrische Seminare bereits kennen und vor den dort praktizierten Übungen prinzipiell keine Scheu haben.

Die innere Arbeit beginnt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Workshops, schon bevor er beginnt. Nicht nur mit der Vorfreude oder dem Lampenfieber, das vermutlich alle mehr oder weniger mitbringen, sondern auch mit einem schriftlichen Bericht, wie du körperliche Sexualität erlebst – orgastisch oder nicht, mit Partner oder ohne. Was ist deine Standarderzählung in Bezug auf Liebe und Sex in deinem Leben? Die Texte vom Umfang von ca. 2 Seiten (bitte nicht länger, aber auch nicht kürzer) helfen euch einerseits, euch und der euer Liebesleben steuernden Narrative bewusst zu werden. Andererseits ermöglichen sie dir, während des Workshops über Deinen Text mit anderen in Kontakt zu kommen. Bringe ihn, aber nur wenn Du das möchtest, zum Workshop mit. Du kannst uns den Text auch gerne schicken, er hilft uns dabei, die Struktur des Workshops euren Bedürfnissen gemäß optimal zu gestalten.

Im Workshop selbst werden wir einander ‚unsere Narrative‘ in Frauenrunden, in Männerrunden und in gemischten Gruppen erzählen, und uns dabei bewusst machen, wie sie nach innen auf unsere Gefühle und Körperempfindungen wirken. Wir werden einander berühren – geistig, emotional und körperlich. Einiges davon wird in dualen Partnerübungen geschehen, anderes im Plenum, wo jeder jedem begegnet. Es wird Vertrauen bildende Übungen geben, uns und unserem Körper gegenüber. Führen & Folgen, um auf die Körperimpulse hören zu lernen, sowie das Ausprobieren von Bewegungseinschränkung. Andere Übungen zeigen, wie verschieden wir sind in unserem sexuellen und emotionalen Erleben und in unserer Erregbarkeit. Es wird Unterricht geben ebenso wie Selbsterfahrung. Niemand muss in dem Workshop einen Orgasmus haben; wenn es dennoch passiert, ist auch das willkommen. Falls genitaler Sex erwünscht ist und sich ergibt, bestehen wir auf Safer Sex. Grundsätzlich gilt, dass alles kann, was einvernehmlich geschieht, nichts muss. Wichtiger als das Geschehen im Workshop ist uns euer (und unser) Lernen für die Zeit danach.

Das orgastische Erleben der Frauen wird in dem Workshop mehr im Fokus stehen als das der Männer; nicht etwa, weil Frauen wichtiger wären als Männer, sondern weil sie oft mehr Zeit brauchen, um Vertrauen aufzubauen und sich auf den »point of no return« zuzubewegen. Vor allem aber, weil sie grundsätzlich zu umfassenderen längeren und wiederholten Orgasmen fähig sind und die Männer dabei mitreißen können.

Der Workshop wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Gelegenheit geben, in ein Gespräch mit dem Körper und seinen Wünschen und Bedürfnissen einzutreten – lustvoller und individuell passender als bisher. Dabei darf die Narration ‚des Kopfes‘ geopfert und das Geschehen dem Körper überlassen werden. Der hat seine eigenen Narrative. Die darf er nun eigenmächtig ‚dir erzählen’ – du darfst deinen Körperimpulsen folgen, und wer immer mit dir bei dem Geschehen dabei ist, darf empathisch mitgehen.

Es wird während des Workshops keine Rückzugsmöglichkeiten für Paare geben, außer in der Nacht zwischen Samstag und Sonntag, für die ihr euch selbst eine Unterkunft suchen solltet. Es besteht auch die Möglichkeit, im Veranstaltungsort „Wamos“ in Neukölln zu übernachten, wobei wir darauf hinweisen, dass die Nacht als wirkliche Ruhephase verstanden werden sollte. Wenn du den Workshop mit deinem Partner machen willst, solltest du mit ihm/ihr vorher fest vereinbaren, ob ihr die intimeren Übungen alle miteinander machen wollt (im Normalfall empfehlen wir das). Für die Singles in der Gruppe, ebenso für die Paare, gibt es für die dualen, nicht sehr intimen Übungen drei Arten der Partnerwahl: Ihr wählt selbst, wir fügen euch per Los einander zu oder wir entscheiden, wer welche Übung mit wem macht. Wir bitten euch uns zu vertrauen, dass wir entscheiden, welcher der drei Wege jeweils der Beste ist.

Anmeldung zum Workshop

bei einem der Workshop-Leiter

Sugata schneider@connection.de

Stefanie rinkestef@gmail.com

 

Termine & Preise

Termine

Samstag-Sonntag, Frühling 2020

genauer Termin wird noch bekannt gegeben

Ort: Berlin

Wer an diesem Orgasmus-Workshop teilnehmen will, muss für ein Vorgespräch mit einem von uns Kontakt aufnehmen. Das kann per Telefon oder per Skype geschehen. Stefanie und Sugata stimmen sich gemeinsam ab, wen sie aufnehmen.

Preise

Zu unserer Kostendeckung bitten wir um einen Teilnahmebeitrag von 160 € (Frühbucher zahlen 135 €). Die Anmeldung ist erst verbindlich mit Einzahlung der Summe auf folgendes Konto:

Kontoinhaberin: Stefanie Rinke
IBAN: DE95 1204 0000 0395 4955 00,BIC: COBADEFFXXX, Commerzbank Berlin Ost.

Orgasmus

Frauengruppe

Wenn du gerne einmal nur unter Frauen über deine Orgasmen sprechen möchtest und Meditationen zur Aktivierung des besseren „Kommens“ erlernen willst, dann bist du in unserer (geschlossenen) Frauengruppe genau richtig (eventuell mit Wartezeit). Wir machen Genitalbestimmung nach Quodoushka, wodurch du dich und die Vorlieben deines Genitaltyps besser kennenlernst, probieren aus, ob orgasmic meditation wirklich so gut ist, wie vielfach behauptet und finden weitere Praktiken, Gesprächsthemen und Methoden zur Erforschung des schönsten Augenblicks der Hingabe im lustvollen Höhepunkt.

Anmeldung zur Gruppe

Über Stefanie rinkestef@gmail.com

tel.: 01525-3639331

Testimonials

Workshop Feedback

„Seit ich mich zu dem Workshop angemeldet habe, ist meine Beziehung zu meiner Frau intensiver geworden. Durch die Auseinandersetzung mit ihr, warum ich zu einem Orgasmus-Workshop gehe, ist sie mir vertrauter geworden und ich bin ihr näher und kann liebevoller mit ihr sein.“
Martin L.

„Der sichere und freie Raum, den ihr geöffnet habt. Die Art und Weise wie ihr uns unmerklich ermutigt habt, weiter zu gehen und Dinge auszuprobieren. Die Vielfältigkeit der Methoden und Themen, die ihr angesprochen habt. Der Ansatz, über die Narration eine Verbindung von Körperlichkeit und Sprachlichkeit zu schaffen – das hat mir ganz viel Versöhnung mit meinem Kopf und meinen Gedanken gebracht. Es ist euch wirklich gut gelungen, uns als Paar genügend Raum für Zweisamkeit zu geben und uns trotzdem Teil der Gruppe sein zu lassen. Ich habe mich zu keinem Moment unwohl oder ausgeschlossen gefühlt.“
Emily G.

„Was hat Dir gut am Orgasmus-Workshop gefallen? Die Musik. Die Leitung des Workshops: Gutes Time-Boxing. Klare Ansagen. Gute Ansagen: zum Beispiel, dass beim Austausch zu zweit eine/r NUR zuhört und die andere redet. Oder dass wir immer wussten, was als nächstes passiert. Euer Humor.“ (…) „Ihr seid toll! Ihr habt mich beide sehr berührt. Stefanie mit Deinem Wissen über und Deiner Faszination für das mittelalterlich Spirituell-Sexuelle.“
Christine P.

„Jaaa, der Workshop hat mich reichlich inspiriert & beschenkt. Die Beziehung zu meiner Atmung hat sich sehr verändert. Seit dem Workshop praktiziere ich nun täglich bewussteres, tieferes Atmen, entweder bewegungslos, im Schütteln oder Tanzen. Es entstehen jeden Tag neue Erfahrungen darin. Ich fühle mich durch meinen Atem mehr liebevoll & lustvoll berührt und getragen, darin geniesse ich mich sehr :)“
Johanna B.

Zu meinen Seminaren

Entdecke Wege zu deiner Spiritualität und Sinnlichkeit