Willkommen im Forschungslabor

Orgasmus

Forschungslabor Orgasmus


Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Orgasmus-Workshops 2020,

angesichts der aktuellen Situation der Corona-Pandemie und den umfassenden Vorsichtsmaßnahmen zum Zweck, ältere und vorerkrankte Menschen nicht zu gefährden,  wird der Workshop im November unter klaren Hygienemaßnahmen stattfinden, damit wir alle ein entspanntes und sicheres Gefühl haben und keine Ängste, geschweige denn Gefahr laufen, uns während des gemeinsamen Treffens anzustecken. Mehr dazu bei Anmeldung!
Der Workshop findet am 7./8. November 2020 im Institut für Seelenheilung,Wilmersdorfer Str. 102 (Berlin-Charlottenburg) statt.
Herzliche Grüße aus Berlin von 
Stefanie
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Hast Du Dich auch schon gefragt, was andere mit dem (lustvollen) Höhepunkt des Orgasmus verbinden und wie sie ihn wahrnehmen und erleben? Wir möchten miteinander darüber in den Austausch kommen und zwar jenseits eines Klischee-Verständnisses von Orgasmus. In Deinem inneren seelischen und körperlichen Raum und Empfinden darf nach unserem Verständnis alles da sein und wahrgenommen werden, sowohl die Lust als auch der Schmerz, denn es sind alles Energien, die zu uns gehören und uns mit uns selbst verbinden, wenn wir uns im Orgasmus entladen, klären, erkennen und lösen. Uns alle verbindet, dass der Orgasmus eine Erfahrung ist, die uns tief berührt und ein Thema, über das wir uns eigentlich viel zu wenig austauschen.

Wir bieten einen achtsamen Raum, in dem wir uns auf verschiedenen Wegen körperlich und emotional den erotischen Zuständen zuwenden können. In Meditationen, Gesprächsrunden und Partnerübungen werden wir Möglichkeiten erkunden, die Welt unserer Körper und Seelen zu erforschen. Ein strukturierter Ablaufplan wird uns dabei unterstützen, uns in einem Rahmen miteinander zu bewegen, der taktvolle Regeln hat und somit jeder und jedem erlaubt, sich selbst besser kennenzulernen, Vertrauen zu fassen und sich zu öffnen. Der Orgasmus kann sowohl genital, als lustvolles Prickeln und wärmendes, explosionsartiges Unterleibsgefühl empfunden, als auch am ganzen Körper erlebt werden, manifestiert etwa im Klang der Stimme, in einem innigen Seinsgefühl oder etwa in einer ekstatischen Körperfigur. Es sind letztendlich unendliche Formen möglich.  

Der Orgasmus wird von uns nicht als rein „natürlicher“ Vorgang verstanden, sondern auch und vor allem als ein kulturelles Ereignis, nicht die Fortpflanzung steht im Zentrum, sondern eine Kulturtechnik, die Vorläufer etwa in der mittelalterlichen Frauenmystik hat, Theresa von Avilas geistige Vereinigung mit Gott, ihre Ekstase in der unio mystica, ist ein anschauliches Beispiel hierfür oder auch die angestrebte Herz-zu-Herz Beziehung der Frühchristinnen, die sich durch die geistige Liebe und Freundschaft zu gleichgesinnten Männern einer neuen Form zwischengeschlechtlicher Intimität annäherten. (vgl. das Kapitel Wissen)

Was ist ein Orgasmus?

Unter einem Orgasmus verstehen wir die Anspannung und Entladung, das Sich-binden und wieder Lösen im menschlichen Körper und das damit einhergehende Glücks- und Lustgefühl. Auf der Grundlage der Untersuchungen von Wilhelm Reich (Die Funktion des Orgasmus, 1927) und den Laborexperimenten mit Paaren der Amerikaner Masters und Johnson 1966 gehen wir davon aus, dass der Orgasmus von allen Menschen ähnlich erlebt wird. Ausgangspunkt ist die Kontraktion des Muskel- und Schwellkörpernetzwerks im Beckenboden zwischen Klitoris/Penis, Vagina u. Gebärmutter/Prostata, Anus eines jeden Menschen, die bei der Frau auch als orgastische Manschette bezeichnet wird. Durch das Anschwellen und Sich-Zusammenziehen dieser Region kommt es dort zur (elektrischen) Entladung und damit zum lustvollen Höhepunkt. Um diese Kontraktion und Entladung auszulösen, gibt es viele Wege.

Dazu gehören: Mechanische Reibung der genitalen Körperregionen (auch durch Masturbation), erotische Berührungen, verstärkte Atmung, feinstofflicher Energieaustausch, erotische Erzählungen und eigene erotische Vorstellungen. Die Kontraktion kann so weit gehen, dass sie die Intimzone des unteren Bauchbereichs verlässt, sich etwa auf den Hals- und Schulterbereich überträgt und sich dann über Mund und Kopf lustvoll entlädt. Oder die Kontraktion findet in den Oberschenkeln statt und entlädt sich als Energiewelle über den gesamten Oberkörper (fortgeschrittenes Niveau). Diese verschiedenen Wege spielen nicht immer, aber meistens zusammen. Wir erkunden sie gemeinsam sowohl theoretisch zur Einführung als auch praktisch in unseren Workshops.
Der Orgasmus ist zwar universell, aber jeder drückt ihn anders aus, zeigt ihn in jeweils individueller Form. In diesen Momenten offenbaren wir uns der Welt und sind wahrhaftig, wodurch wir Selbstzufriedenheit und Selbstvertrauen erlangen.

Dr. Stefanie Rinke

Jg. 71, Kulturwissenschaftlerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin (seit 2018) und Dozentin an der HU Berlin, 2 Kinder. Doktorarbeit zur mittelalterlichen Frauenmystik, zahlreiche Publikationen zu kulturgeschichtlichen Themen.

Sugata Wolf Schneider

Coleitung, Jg. 52, nat.wiss. Ausbildung, Asienreisen. 1977-90 Schüler von Osho. 1985-2015 Hrsg. der Zeitschrift Connection mit u.a. den Tantra Specials. 1979-81 Ausbildung in Körperarbeit bei Veeresh. Eigene Seminare seit 1980. Co-Leiter im BeFree Tantra bei Regina Heckert seit 2016. Humortrainer und Autor. Kontakt: schneider@connection.de

Über den Orgasmus Workshop

Der von Stefanie und Sugata geleitete Orgasmus-Workshop erforscht die vielfältigen Dimensionen des Orgasmus, ohne ihn von vornherein auf eine ganz bestimmte Form festzulegen. Prinzipiell ist orgastisches Erleben in unendlich vielen Formen möglich – ob als sexuell-genitale Orgasmen, als solche, die den Körper feinstofflich berühren, als solche, die wir nur zu zweit erleben können, da sie interaktiv ablaufen, andere, welche unsere tiefsten Gefühle ansprechen, wieder andere, die durch unsere Fantasie stimuliert und evoziert werden, und solche, die durch den Intellekt oder eine verrückte Idee ausgelöst werden… und so weiter.
Damit sich alle Teilnehmenden jeweils ganz individuell mit den eigenen orgastischen Formen und Erlebnissen beschäftigen können, haben wir ein Workshop-Programm entwickelt, das langsam hineinführt und eine Bandbreite möglicher Zugänge anbietet, so dass sich jede und jeder angesprochen fühlen kann. 

Übungsmodule:

1. Die Vielfalt des orgastischen Erlebens – Austausch in Frauen- und Männerrunden
2. Selbstliebe
3. Orgasmic Meditation
4. Der Atem als Schlüssel zur energetischen Orgasmus-Kraft – QLB
5. Tantrisch-energetische Vereinigung im Yab-Yum Sitz 

Der Workshop wendet sich an heterosexuell (oder bisexuell) orientierte Erwachsene und wird deshalb gleich viele Frauen wie Männer enthalten. Teilnehmerzahl insgesamt: 16-24 Personen. Da wir im Workshop auch Abschnitte haben, in denen wir unbekleidet sind, wenden wir uns bevorzugt an Menschen, die sexorientierte oder tantrische Seminare bereits kennen und vor den dort praktizierten Übungen prinzipiell keine Scheu haben.

Die innere Arbeit beginnt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Workshops, schon bevor er beginnt. Nicht nur mit der Vorfreude oder dem Lampenfieber, das vermutlich alle mehr oder weniger mitbringen, sondern auch durch die Möglichkeit einen schriftlichen Bericht zu verfassen, wie du körperliche Sexualität erlebst – orgastisch oder nicht, mit Partner oder ohne etc. Die Texte im Umfang von ca. 1-2 Seiten (bitte nicht länger, aber auch nicht kürzer) helfen euch einerseits, euch und der euer Liebesleben steuernden Narrative bewusst zu werden. Andererseits ermöglichen sie dir, während des Workshops über Deinen Text mit anderen in Kontakt zu kommen. Bringe ihn, aber nur wenn Du das möchtest, zum Workshop mit. Du kannst den Text gerne an Sugata schicken, der dir ein Feedback dazu schreiben wird.

Im Workshop selbst werden wir uns in Frauenrunden, in Männerrunden und in gemischten Gruppen darüber austauschen, und uns dabei bewusst machen, wie individuell Orgasmen sind und wie sie nach innen auf unsere Gefühle und Körperempfindungen wirken. Wir werden einander berühren – geistig, emotional und körperlich. Einiges davon wird in dualen Partnerübungen geschehen, anderes im Plenum, wo jeder jedem begegnet. Es wird Vertrauen bildende Übungen geben, uns und unserem Körper gegenüber. Die Übungen werden zeigen, wie verschieden wir sind in unserem sexuellen und emotionalen Erleben und in unserer Erregbarkeit. Es wird Unterricht geben ebenso wie Selbsterfahrung. Niemand muss in dem Workshop einen Orgasmus haben; wenn es dennoch passiert, ist auch das willkommen. Falls genitaler Sex erwünscht ist und sich ergibt, bestehen wir auf Safer Sex. Grundsätzlich gilt, dass alles kann, was einvernehmlich geschieht, nichts muss. Wichtiger als das Geschehen im Workshop ist uns euer (und unser) Lernen für die Zeit danach.

Das orgastische Erleben der Frauen wird in dem Workshop mehr im Fokus stehen als das der Männer; nicht etwa, weil Frauen wichtiger wären als Männer, sondern weil sie oft mehr Zeit brauchen, um Vertrauen aufzubauen und sich auf den »point of no return« zuzubewegen. Vor allem aber, weil sie grundsätzlich zu umfassenderen längeren und wiederholten Orgasmen fähig sind und die Männer dabei mitreißen können.

Der Workshop wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Gelegenheit geben, in ein Gespräch mit dem Körper und seinen Wünschen und Bedürfnissen einzutreten – lustvoller und individuell passender als bisher. Dabei darf die Narration ‚des Kopfes‘ geopfert und das Geschehen dem Körper überlassen werden. Der hat seine eigenen Narrative. Die darf er nun eigenmächtig ‚dir erzählen’ – du darfst deinen Körperimpulsen folgen, und wer immer mit dir bei dem Geschehen dabei ist, darf empathisch mitgehen.

Wenn du den Workshop mit deinem Partner machen willst, solltest du mit ihm/ihr vorher fest vereinbaren, ob ihr die intimeren Übungen alle miteinander machen wollt (im Normalfall empfehlen wir das). Für die Singles in der Gruppe, ebenso für die Paare, gibt es für die dualen, nicht sehr intimen Übungen drei Arten der Partnerwahl: Ihr wählt selbst, wir fügen euch per Los einander zu oder wir entscheiden, wer welche Übung mit wem macht. Wir bitten euch uns zu vertrauen, dass wir entscheiden, welcher der drei Wege jeweils der Beste ist.

Anmeldung zum Workshop

bei einem der Workshop-Leiter

Sugata schneider@connection.de

Stefanie rinkestef@gmail.com

 

Termine & Preise

Termin

Samstag-Sonntag, 7.-8. November 2020, 10 Uhr am Sa bis 17 Uhr am So

 

Ort: Institut für Seelenheilung, Wilmersdorfer Str. 102 (Berlin-Charlottenburg)

Wer an diesem Orgasmus-Workshop teilnehmen will, muss für ein Vorgespräch mit einem von uns Kontakt aufnehmen. Das kann per Telefon oder per Skype geschehen. Die Hygienevereinbarungen werden vor dem Workshop besprochen und sind einzuhalten.
Kontakt: rinkestef@gmail.com

Preise

Zu unserer Kostendeckung bitten wir um einen Teilnahmebeitrag von 160 € (Frühbucher zahlen 135 €). Die Anmeldung ist erst verbindlich mit Einzahlung der Summe auf folgendes Konto:

Kontoinhaberin: Stefanie Rinke
IBAN: DE95 1204 0000 0395 4955 00
BIC: COBADEFFXXX 
Commerzbank Berlin Ost

Orgasmus

Frauengruppe

Wenn du gerne einmal nur unter Frauen über deine Orgasmen sprechen möchtest und Meditationen zur Aktivierung des besseren „Kommens“ erlernen willst, dann bist du in unserer (geschlossenen) Frauengruppe genau richtig (eventuell mit Wartezeit). Wir machen Genitalbestimmung nach Quodoushka, wodurch du dich und die Vorlieben deines Genitaltyps besser kennenlernst, probieren aus, ob orgasmic meditation wirklich so gut ist, wie vielfach behauptet und finden weitere Praktiken, Gesprächsthemen und Methoden zur Erforschung des schönsten Augenblicks der Hingabe im lustvollen Höhepunkt.

Anmeldung zur Gruppe

Über Stefanie rinkestef@gmail.com

tel.: 01525-3639331

Testimonials

Workshop Feedback

„Seit ich mich zu dem Workshop angemeldet habe, ist meine Beziehung zu meiner Frau intensiver geworden. Durch die Auseinandersetzung mit ihr, warum ich zu einem Orgasmus-Workshop gehe, ist sie mir vertrauter geworden und ich bin ihr näher und kann liebevoller mit ihr sein.“
Martin L.

„Der sichere und freie Raum, den ihr geöffnet habt. Die Art und Weise wie ihr uns unmerklich ermutigt habt, weiter zu gehen und Dinge auszuprobieren. Die Vielfältigkeit der Methoden und Themen, die ihr angesprochen habt. Der Ansatz, über die Narration eine Verbindung von Körperlichkeit und Sprachlichkeit zu schaffen – das hat mir ganz viel Versöhnung mit meinem Kopf und meinen Gedanken gebracht. Es ist euch wirklich gut gelungen, uns als Paar genügend Raum für Zweisamkeit zu geben und uns trotzdem Teil der Gruppe sein zu lassen. Ich habe mich zu keinem Moment unwohl oder ausgeschlossen gefühlt.“
Emily G.

„Was hat Dir gut am Orgasmus-Workshop gefallen? Die Musik. Die Leitung des Workshops: Gutes Time-Boxing. Klare Ansagen. Gute Ansagen: zum Beispiel, dass beim Austausch zu zweit eine/r NUR zuhört und die andere redet. Oder dass wir immer wussten, was als nächstes passiert. Euer Humor.“ (…) „Ihr seid toll! Ihr habt mich beide sehr berührt. Stefanie mit Deinem Wissen über und Deiner Faszination für das mittelalterlich Spirituell-Sexuelle.“
Christine P.

„Jaaa, der Workshop hat mich reichlich inspiriert & beschenkt. Die Beziehung zu meiner Atmung hat sich sehr verändert. Seit dem Workshop praktiziere ich nun täglich bewussteres, tieferes Atmen, entweder bewegungslos, im Schütteln oder Tanzen. Es entstehen jeden Tag neue Erfahrungen darin. Ich fühle mich durch meinen Atem mehr liebevoll & lustvoll berührt und getragen, darin geniesse ich mich sehr :)“
Johanna B.

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